Dockingstations – Was sind die Vorteile?

Notebooks werden auch an herkömmlichen Büroarbeitsplätzen immer beliebter, denn sie sind nicht nur platzsparend und praktisch, sondern auch besonders mobil. Aufgrund des geringen Gewichts können sie ohne großen Aufwand transportiert werden und es kann von überall aus gearbeitet werden. Nie war der Wechsel vom Büro zum Homeoffice so unkompliziert und einfach.

Allerdings ist langes Arbeiten am kleinen Bildschirm auf Dauer sehr anstrengend und auch die ergonomischen Vorteile von peripherer Tastatur und Maus sind nicht zu unterschätzen. Außerdem ist das ständige Ein- und Ausstöpseln von Stromversorgung, Monitoren und Co. bei häufigen Standortwechseln nicht nur nervig, sondern sorgt auch dafür, dass die Anschlüsse des Notebooks schneller verschleißen.

Dockingstations können hier Abhilfe schaffen. Fertig im Büro und Homeoffice platziert, sind alle benötigten Peripheriegeräte sofort einsatzbereit und werden mit nur einem Kabel angeschlossen bzw. durch einfaches Andocken mit dem Notebook verbunden. Zudem verfügen Dockingstations meist über mehr Schnittstellen als Notebooks, wodurch sich zusätzliche Geräte, wie beispielsweise ein zweiter Monitor, anschließen lassen. Dadurch wird die Mobilität eines Notebooks mit dem Komfort eines stationären PCs kombiniert.

Unterschiedliche Arten von Dockingstations

Es gibt unterschiedliche Arten von Dockingstations. Während besonders im Business-Bereich vor allem klassische Dockingstations zum Einsatz kommen, etablieren sich mittlerweile die USB 3.0 oder auch USB-C Docks immer mehr.

Klassische Dockingstations

Die klassischen Dockingstations sind besonders im Business-Bereich weit verbreitet und werden für viele Notebook-Serien herstellerspezifisch produziert. Die Verbindung des Notebooks mit der Dockingstation erfolgt hier vorwiegend über einen breiten Andockstecker auf der Unterseite (= Dockingport) des Notebooks. Die Dockingstation wird also mechanisch direkt mit dem Notebook verbunden. Dadurch ist eine 1-zu-1-Weiterleitung ohne Verzögerungen möglich, was eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit gewährleistet. Somit eignen sich klassische Dockingstations hervorragend für die Netzwerkarbeit und auch hochauflösende Videos werden problemlos übertragen.

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Die Lenovo ThinkPad Basic Dock ist ein Beispiel für eine klassische Dockingstation.

Neben zusätzlichen Anschlussmöglichkeiten verfügen die Dockingstations häufig über Sicherheitschlösser. Außerdem wird der Akku des Notebooks während des Betriebs automatisch geladen und die Dock kann auch mit zugeklapptem Notebook betrieben werden.

Der große Nachteil von klassischen Dockingstations ist, dass sie herstellerspezifisch sind und daher nur mit bestimmten Notebooks kompatibel sind. Außerdem sind sie für den mobilen Gebrauch eher ungeeignet.

USB 3.0/USB-C-Docks

Anders als klassische Dockingstations werden USB-Docks via Kabel angeschlossen. So lässt sich das Notebook schnell und unkompliziert mit dem Firmennetzwerk sowie allen benötigten Peripheriegeräten verbinden. Sie sind besonders interessant, wenn man Ultrabooks anschließen möchte, da diese aufgrund ihrer Maße häufig über keinen eigenen Dockingport verfügen.

ThinkPad USB 3.0 Ultra Dock 

Lenovo ThinkPad USB 3.0 Ultra Dock

Im Gegensatz zu den klassischen Dockingtations sind USB-Docks häufig universell einsetzbar und nicht seriengebunden. Dafür sind sie meist etwas langsamer, haben weniger Anschlüsse und das Notebook wird während des Betriebs nicht geladen. Weitere Einschränkungen können auftreten, wenn die benötigten Treiber für die USB 3.0-Dock nicht mit dem Notebook kompatibel sind. Außerdem teilen sich die angeschlossenen USB-Geräte die maximale Bandbreite der Dockingstation, was zu Geschwindigkeitseinbußen führen kann.

Eine Ausnahme bilden USB-C-Docks, die deutlich schneller sind als herkömmliche USB 3.0-Dockingstations und zudem häufig über eine integrierte Ladefunktion verfügen.

Thunderbolt-Docks

Mittlerweile werden die USB-Docks nach und nach durch Thunderbolt-Dockingstations ersetzt, weil die Thunderbolt 3-Schnittstelle die gleichzeitige Verwendung mehrerer Peripheriegeräte ohne Performanceverlust gewährleistet.

Lenovo ThinkPad Thunderbolt 3 Dock 

Lenovo ThinkPad Thunderbolt 3 Dock

Fazit: Dockingstations sind vor allem dann sinnvoll, wenn man einen oft wechselnden Einsatzort hat, aber immer wieder zu einem Hauptstandort zurückkehrt, an dem man alle Aufgaben abschließend erledigen kann. Für den Arbeitsplatz im Büro wird häufig bessere und leistungsfähigere Hardware benötigt, die dann mittels Dockingstation verbunden werden kann.

Für den schnellen und unkomplizierten Anschluss unterschiedlicher Geräte an eine Dockingstation eignen sich USB- oder Thunderbolt-Docks am besten. Wird immer dasselbe Gerät verwendet bieten klassische Dockingstations oft eine reibungslosere Übertragung und es müssen keine zusätzlichen Treiber installiert werden.


Weitere Informationen

Ein hilfreicher Artikel zu den Unterschieden zwischen den einzelnen USB-Ports.

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