Unsere besten Tipps für dein Home-Studium!

Nach dem digitalen Corona-Semester im Sommer folgt nun an vielen Unis und Fachhochschulen eine Art „Hybridsemester“ im Winter, also eine Mischung aus Präsenzveranstaltungen (mit verringerter Teilnehmerzahl) und Onlineangeboten. Das betrifft vor allem Studiengänge, in denen etwa Laborarbeit oder andere praktische Übungen nur vor Ort ausgeführt werden können. Andere Studiengänge werden voraussichtlich auch weiterhin komplett digital stattfinden.

Zusätzlich haben sich die Universitäten bundesweit darauf geeinigt, den Vorlesungsbeginn nach hinten zu verschieben und auch an den Fachhochschulen beginnen viele Veranstaltungen später als normal. So ist auch das Wintersemester 2020/21 anders als gewohnt und das Studieren von Zuhause birgt besonders für die Erstsemester eine Menge Herausforderungen.

In diesem Blogbeitrag haben wir dir daher unsere besten Tipps zusammengestellt, wie du dein Studium auch von Zuhause und in Eigenregie mit Bravour meisterst!

Sorge für die richtige Lernumgebung

Während deines Home-Studiums wirst du viel Zeit vor dem Rechner verbringen. Daher solltest du dir zunächst einen Arbeitsplatz suchen, an dem du in Ruhe lernen kannst. Die folgenden Tipps helfen dir, für eine geeignete Arbeitsatmosphäre zu sorgen:

Schaffe Raum

Suche dir einen festen Platz für die Uni! Idealerweise ist das ein Schreibtisch mit einem ordentlichen Schreibtischstuhl, auf dem du gut mehrere Stunden am Stück sitzen kannst. Achte dabei auch auf die Ergonomie und stelle Tisch, Stuhl, Monitor & Co. entsprechend ein. Achte außerdem darauf, dass ausreichend Tageslicht vorhanden ist – das ist schonender für die Augen.

Du hast keinen Schreibtisch? Dann nutze einfach einen anderen passenden Tisch, aber vermeide es von der Couch oder dem Bett aus zu lernen. Eine aufrechte Sitzhaltung ist nicht nur gesünder für den Rücken, sondern fördert auch die Konzentration.

Trenne wenn möglich zusätzlich deinen Wohnbereich und deinen Arbeitsbereich, indem du zum Beispiel ein eigenes Arbeitszimmer nutzt oder deinen Schreibtisch mit einer Stellwand abtrennst. Das hilft dabei Uni und Freizeit klarer voneinander abzugrenzen und sorgt dafür, dass du dich besser aufs Lernen konzentrieren kannst. Ein Trick kann auch eine optische Trennung sein, beispielsweise mithilfe einer andersfarbigen Schreibtischunterlage.

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Die richtige Ausstattung

Natürlich brauchst du zum Online-Lernen mehr als nur einen Schreibtisch. Um an virtuellen Veranstaltungen teilzunehmen und auf digitale Inhalte zugreifen zu können, sind ein Laptop oder Computer sowie eine funktionierende Internetverbindung Grundvoraussetzung. Sollte dir noch das passende Gerät finden, wirst du sicher bei unseren Notebooks & Ultrabooks oder unseren PCs fündig.

Darüber hinaus gibt es noch weitere sinnvolle Ergänzungen, zum Beispiel:

  • Bildschirm: Auf Dauer kann es mühsam sein immer nur am kleinen Laptop-Bildschirm zu arbeiten und für viele Tätigkeiten kann es sogar sinnvoll sein, zwei Monitore parallel zu nutzen. Zum Beispiel, um auf einem Monitor die Vorlesung zu verfolgen und parallel dazu auf dem anderen mitzuschreiben. Dann lohnt es sich dir einen externen Monitor zuzulegen. Dabei solltest du darauf achten, dass er möglichst augenfreundlich ist und über gute Helligkeitswerte sowie eine hohe Auflösung verfügt. Passende Bildschirme findest du zum Beispiel hier.  

  • Tastatur: Je nach Größe, sind Notebooktastaturen häufig eher klein und verzichten auf einige Bestandteile, wie etwa den Zahlenblock. Eine externe Tastatur kann für ein angenehmeres Schreibgefühl und mehr Komfort sorgen. Sie sollte allerdings einen möglichst leisen Anschlag haben, damit das laute Geklapper in Telefon- und Videocalls nicht zu sehr stört. Bei Bedarf empfiehlt sich auch eine dämpfende Unterlage.  

  • Maus: Ähnlich wie bei der Tastatur, bietet auch eine externe Maus erheblich mehr Komfort als das Touchpad deines Laptops. Spezielle Auflagen können zusätzlich dabei helfen, beim Klicken keine falsche Haltung einzunehmen und beugen so Schmerzen im Arm- und Schulterbereich vor.  

  • Headset: Damit du Livevorlesungen und Skype-Meetings nicht nur folgen, sondern auch aktiv daran teilnehmen kannst, solltest du dir unbedingt ein Headset zulegen. Zwar haben viele Laptops auch ein integriertes Mikrofon, dieses nimmt aber häufig auch störende Nebengeräusche (Tastaturklappern!) mit auf.  

  • Webcam: Sollte dein Notebook nicht über eine integrierte Kamera verfügen, lohnt es sich in eine Webcam zu investieren. Schließlich ist es viel persönlicher, wenn man zu den Kommilitonen aus der Lerngruppe nicht nur eine Stimme, sondern auch ein Gesicht hat. ;)  

  • VPN: An den meisten Hochschulen brauchst du eine VPN-Verbindung, um auf das Intranet zuzugreifen. Informiere dich unbedingt vorab, welche Technologie deine Hochschule nutzt und kümmere dich darum, dass für dich eine solche Verbindung eingerichtet wird.  

  • Schreibmaterial, Bücher & Co: Eigentlich ein Selbstläufer. Stelle sicher, dass du die Bücher, die du zum Lernen brauchst, sowie das nötige Büromaterial (z. B. Collegeblock, Stifte, Textmarker, Post-ist, Tacker & Co.) das du zum Lernen benötigst zuhause hast und jederzeit darauf zugreifen kannst.  

Sei ein Genie und beherrsche das Chaos!

Du bist eher der Typ „kreatives Chaos“ und denkst Ordnung sei nur etwas für Spießer? Das mag durchaus zutreffen, aber für eine angenehme Lernumgebung sorgen Essensreste auf dem Schreibtisch und Zettelchaos wohl eher nicht. Fass dich ans Herz und halte zumindest eine gewisse Grundordnung – so wirst du weniger schnell abgelenkt und dir fällt es viel leichter dich zu fokussieren.

Das gilt allerdings nicht nur für deinen Arbeitsplatz – auch das Bett hinter dir sollte gemacht sein und das Zimmer um dich herum aufgeräumt. Aber Achtung: Fange nicht erst mit dem Aufräumen auf, wenn du kurz vor einer wichtigen Prüfung stehst, das hat dann nämlich nichts mehr mit Ordnungssinn zu tun, sondern ist eine Form von Prokrastination.

Was für deine physische Lernumgebung gilt, gilt auch für die virtuelle. Räume deinen Desktop auf und lege dir entsprechende Ordner an, damit du alles schnell wiederfindest und einen freien Kopf für die anstehenden Aufgaben hast.

Sorge für Ruhe und vermeide Ablenkungen

Gerade in den eigenen vier Wänden kann es schwerfallen, sich längere Zeit am Stück zu fokussieren. Der Griff zum Smartphone ist einfach zu verlockend, der Mitbewohner zu laut und eigentlich müsste auch die Spülmaschine noch ausgeräumt werden… Solche oder ähnliche Gedanken können dich schnell aus der Konzentration reißen. Damit dir das nicht zum Verhängnis wird, solltest du für eine möglichst ruhige Lernumgebung sorgen und Ablenkungen minimieren.

Sprich zum Beispiel mit deinem Mitbewohner und bitte ihn während der Online-Vorlesung leise zu sein und dich nicht zu stören. Laute Umgebungsgeräusche lassen sich mit geräuschunterdrückenden Kopfhörern und bei Bedarf mithilfe konzentrationsfördernder Musik, wie z. B. Binaurale Beats, ausblenden.

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Bewahre während der Lernzeit dein Handy außerhalb deiner Reichweite auf, um Ablenkungen durch WhatsApp & Co. zu vermeiden. Kannst du absolut nicht darauf verzichten, lassen sich viele Social Media Apps auch vorübergehend stummschalten, sodass du nicht permanent durch Push-Nachrichten gestört wirst. Oder du nutzt ganz einfach den „Nicht-Stören“-Modus deines Smartphones.

Wenn du Probleme hast die Finger vom Handy zu lassen oder doch gerne mal in Versuchung kommst, Netflix aufzurufen oder die PlayStation anzumachen, könnte dir auch eine Not-To-Do-Liste helfen. Schreib dir ganz einfach deine größten Zeitfresser auf (z. B. „Keine Serien schauen, bevor ich die Vorlesung wiederholt habe.“) und klebe dir die Liste an deinen Computerbildschirm oder die Wand neben deinem Arbeitsplatz. So hast du sie immer im Blick und die Wahrscheinlichkeit ist geringer, dass du dich von den aufgezählten Dingen ablenken lässt. Gleichzeitig kann diese Liste auch als eine Belohnungsliste fungieren – hast du eine Aufgabe abgeschlossen, die dir besonders schwergefallen ist, belohne dich dafür mit einer deiner Lieblingsaktivitäten!

Vermeide außerdem Multitasking! Auch wenn es verlockend ist während der Online-Vorlesung parallel schon einmal andere Dinge zu erledigen, läufst du Gefahr, dass du nicht richtig zuhörst und am Ende wichtige Inhalte verpasst. Zudem muss dein Gehirn ständig zwischen den unterschiedlichen Aktivitäten hin und her wechseln, was auf Dauer sehr anstrengend ist. Konzentriere dich daher besser immer nur auf eine Aufgabe und erledige diese bevor du dich auf etwas Neues stürzt.

Planung ist alles: Wie du deine Produktivität auf das nächste Level bringst!

Den ganzen Tag zu Hause chillen, bequeme Klamotten tragen, in den Tag hineinleben und ab und zu zwischendurch was fürs Studium tun – das klingt zwar verlockend, führt aber sehr schnell dazu, dass du den Überblick verlierst und eventuell wichtige Termine und Deadlines verpasst.

Auch wenn du deine Veranstaltungen an der Hochschule relativ frei wählen kannst, gibt dein Stundenplan dir eine feste Struktur, nach der du deinen Tag ausrichtest. Sind Online-Vorlesungen auch im Nachhinein noch abrufbar, fehlt diese im Home-Studium. Um dennoch den Überblick zu behalten, lohnt es sich den Alltag bewusst zu planen und sich mit unterschiedlichen Zeitmanagement-Methoden auseinanderzusetzen. Mit den folgenden Tipps gelingt dir das mit Links:

To Do or Not to Do

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Die einen lieben sie, die anderen können sie nicht mehr sehen – die gute alte To-Do-Liste. Dennoch gibt es kaum ein nützlicheres Tool, um sich am Anfang einen Überblick über alle anstehenden Aufgaben und Termine zu verschaffen.

Schreibe dir einmal genau auf, welche Veranstaltungen wann stattfinden, welche davon nur live gestreamt werden und welche hinterher noch abrufbar sind. Notiere dir auch, wie lange diese abrufbar sind – ggf. ist dies nur für einen begrenzten Zeitraum möglich? Natürlich sollten auch sämtliche Termine und Deadlines nicht fehlen: Wann ist der Anmeldezeitraum für die Seminare, wann beginnt die Klausurenphase, bis wann musst du die nächste Hausarbeit abgegeben haben? So hast du schonmal einen groben Überblick.

Zusätzlich solltest du auch Wiederholungen, Übungen, Lerngruppen, etc. aufschreiben. Je detaillierter du dabei bist desto einfacher wird es später sich einen konkreten Plan zurechtzulegen.

Hast du alles aufgeschrieben, was dir einfällt, gleicht deine To-Do-Liste wahrscheinlich eher einer unübersichtlichen wilden Stichwortsammlung. Um Ordnung in dieses Gewusel zu bringen, empfiehlt es sich, die einzelnen Punkte zunächst zu sortieren. Zum Beispiel so:

  • Trage feste Termine und Deadlines direkt in deinen Kalender ein und nutze die Erinnerungsfunktion, um sie dir rechtzeitig zurück ins Gedächtnis zu rufen. So kannst du diese direkt von deiner Liste speichern
  • Trenne tägliche oder wöchentliche Aufgaben von langfristigen Zielen.
  • Aus den regelmäßigen Aufgaben erstellst du später einen Tages- oder Wochenplan.
  • Die langfristigen Ziele übernimmst du in einen übergeordneten Lernplan.  

Jetzt hast du eine schöne Übersicht, auf der du aufbauen kannst. Natürlich werden im Laufe des Semesters immer wieder neue und tagesaktuelle To-Do’s dazu kommen. Diese kannst du dann laufend in deine täglichen oder wöchentlichen To-Do-Listen übernehmen.

Daily Business: Dein Tagesplan

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Nachdem du einen Überblick über all deine Aufgaben hast, kannst du dir einen Plan für deinen heimischen Unialltag zurechtlegen. Vor allem wenn du den ganzen Tag zuhause sitzt und kaum Kontakt zu anderen hast, kann es schwierig sein, dich langfristig zu motivieren. Ein Plan mit festgelegten Zielen, gibt dir nicht nur mehr Struktur, sondern schenkt dir beim Erreichen deiner Tagesziele auch zusätzliche Motivation. Beschränke dich aber nicht nur auf deine fachlichen Ziele, sondern blocke dir bewusst regelmäßige Pausen, um deine Akkus wieder aufzuladen!

Ein Vorteil des Home-Studiums: Bei der Tagesplanung kannst du deinen individuellen Biorhythmus berücksichtigen. Kommst du morgens schlecht aus dem Bett und bist erst am Abend richtig produktiv? Dann bleib ruhig etwas länger liegen und nutze den Vormittag für Routineaufgaben wie Haushalt oder Einkaufen. Am Abend kannst du dafür dann so richtig durchstarten. Bist du dagegen ein echter Morgenmensch, stelle dir aktiv einen frühen Wecker und gehe vor der Vorlesung noch einmal deine Notizen durch – probiere einfach aus, was für dich am besten funktioniert. Pro-Tipp: Als Abendmensch kannst du den Plan für den nächsten Tag auch bereits am Abend davor machen, sodass du dich morgens nicht mehr damit auseinanderzusetzen brauchst.

Falls du das nicht bereits in deiner To-Do-Liste festgehalten hast, lohnt es sich zu Beginn noch einmal genau aufzuschreiben, was du alles pro Kurs machen musst: Übungen rechnen? Sekundär- oder Primärliteratur lesen? Regelmäßig den Stoff aus den Vorlesungen wiederholen, um sicherzustellen, dass du alles verstanden hast? Referate, Hausarbeiten, Gruppenarbeiten vorbereiten? Bestimmt fallen dir noch mehr Aufgaben ein.

Sobald du weißt, was alles zu tun ist, kannst du überlegen, was du wann machen möchtest. Am besten orientierst du dich dabei am Vorlesungsplan und setzt dir darauf aufbauend Tagesziele – zum Beispiel: Heute lese ich zwei Kapitel aus diesem Buch, schreibe diesen Teil meiner Hausarbeit, wiederhole diese Vorlesung, usw. Diese sollten ambitioniert, aber machbar sein. Lege auch fest, wie viel Zeit die einzelnen Aufgaben in Anspruch nehmen und priorisiere sie, zum Beispiel nach dem SMART-Prinzip oder mithilfe des Eisenhower-Prinzips (siehe unten).

Hast du alle Aufgaben und Ziele für den Tag festgelegt und priorisiert, kannst du direkt loslegen.

Tipp: Nimm dir nicht zu viel vor! Auch wenn du im Online-Semester mehr Zeit hast als gewohnt, weil du dir den täglichen Gang zur Uni sparst, solltest du die gesparte Zeit nicht überschätzen. Das virtuelle Angebot der meisten Hochschulen hat im ersten Corona-Semester rasant zugenommen und der Gedanke mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, indem man die ein oder andere Veranstaltung vorzieht ist verlockend. Du solltest aber unbedingt darauf achten, dass es nicht zu viel wird und du deine Leistungsfähigkeit richtig einschätzt.

Zeitmanagement 101

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Nachdem du jetzt weißt, wie du dir einen Plan machen und dich strukturieren kannst, möchten wir dir noch ein paar Zeitmanagement- bzw. Produktivitätstechniken vorstellen, die dich bei dem Prozess unterstützen können.

Nicht jede Methode funktioniert für alle gleich gut, teste daher ruhig ein paar verschiedene Methoden aus und entscheide dann, welche am besten zu dir passt.

  • Definiere deine Ziele SMART (Specific, Measurable, Achievable, Reasonable, Time Bound). Das bedeutet, dass du deine Ziele möglichst eindeutig und spezifisch formulierst, sie messbar machst, sicherstellst, dass sie erreichbar und realistisch sind und du sie terminierst. Nur wenn alle fünf Bedingungen erfüllt sind, handelt es sich um ein SMARTes Ziel. Ein Beispiel wäre: „Ich werde jeden Tag zwei Stunden für die Klausur am Monatsende lernen, um diese mit einer guten Note zu bestehen.“  

  • Priorisiere deine Aufgaben nach dem Eisenhower-Prinzip. Dabei unterteilst du alle zu erledigenden Aufgaben in wichtig und unwichtig sowie dringend und nicht dringend. Daraus ergibt sich dann eine Rangfolge mit deren Hilfe du sie priorisieren kannst:
    • Wichtig und dringend: Erledige diese Aufgaben zuerst
    • Unwichtig, aber dringend: Diese Aufgaben stehen an zweiter Stelle
    • Wichtig, aber nicht dringend: Erledige diese Aufgaben als letztes
    • Unwichtig und nicht dringend: Überprüfe, ob du diese Aufgaben streichen kannst  

  • Eat the Frog First! Wir neigen häufig dazu unangenehme Aufgaben vor uns herzuschieben, egal wie wichtig sie sind. In so einem Fall kann es sich lohnen, diese Aufgaben am Tag als Erstes zu bearbeiten – so hast du sie direkt erledigt und denkst nicht den ganzen Tag darüber nach, dass du diese eine unangenehme Sache ja noch tun musst. Zudem werden dir alle anderen Aufgaben leichter fallen, denn das Schlimmste hast du ja schon hinter dir. ;)  

  • Halte dich an die 2-Minuten-Regel. Kennst du das Problem, das während deines Unitages immer wieder unzählige Kleinigkeiten ungeplant auf dich einprasseln? Das kann deinen Tagesplan ziemlich durcheinanderbringen, vor allem, wenn du nicht weißt, wie du am besten damit umgehen sollst. In diesem Fall kann dir die 2-Minuten-Regel helfen. Diese besagt, dass du alle Aufgaben, die weniger als zwei Minuten Zeit in Anspruch nehmen, einfach sofort erledigst – so geraten sie nicht in Vergessenheit und es häufen sich nicht immer mehr unerledigte Aufgaben an. Anspruchsvollere Aufgaben, die neu dazukommen, solltest du allerdings nicht sofort bearbeiten, sondern lieber in deine To-Do-Liste übernehmen und entsprechend priorisieren.  

  • Nutze das Pareto-Prinzip! Bist du Perfektionist und verlierst dich schnell in Details? Eine Methode, um dem entgegenzuwirken ist das sogenannte Pareto-Prinzip oder auch die 80-20-Regel. Demnach können 80 Prozent des gewünschten Ergebnisses bereits mit 20 Prozent Arbeitsaufwand erzielt werden. Das bedeutet konkret: Achte darauf, dass deine Arbeit effizient bleibt! Hast du beispielsweise nur noch wenig Zeit, um für die Klausur zu lernen, konzentriere dich auf die wichtigsten Themen und versteife dich nicht darauf jede Definition auswendig zu lernen. Dasselbe gilt für Hausarbeiten: Statt dich an einzelnen Formulierungen aufzuhängen, schreibe lieber erstmal zuende – nachbessern kannst du am Ende immer noch.  

  • Arbeite nach der Pomodoro-Technik. Wenn du Schwierigkeiten hast, dich zu fokussieren, kann die Pomodoro-Technik helfen, einen gesunden Rhythmus zwischen Konzentrationsphasen und Pausen zu finden. Sie eignet sich besonders, zum Lesen, Lernen oder für viele kleinteilige Aufgaben. Dabei legst du ein Zeitlimit von 25 Minuten fest, in denen du dich auf eine bestimmte Aufgabe konzentrierst und machst anschließend eine fünfminütige Pause bevor du weiterarbeitest. Diesen Zyklus wiederholst du insgesamt viermal bevor du eine längere Pause von 20-30 Minuten einlegst. Der Grundgedanke dieser Methode ist, dass häufige Pausen den Arbeitsprozess positiv beeinflussen können.  

  • Schaffe 90-minütige Deep-Work-Einheiten. Hast du große Aufgaben, wie etwa Hausarbeiten oder Abschlussarbeiten, die viel Zeit in Anspruch nehmen? Dann kann „Deep Work“ dir helfen in den Tunnel oder den „Flow“ zu gelangen. Verbanne dazu für 90 Minuten konsequent alle potenziellen Ablenkungen aus deinem Arbeitsumfeld und konzentriere dich nur auf diese eine Aufgabe. Dann arbeite 90 Minuten ohne Pause nur an dieser einen Sache bevor du dir im Anschluss eine längere Pause (mindestens 20 Minuten) gönnst. Auch wenn diese Deep Work Einheiten sehr effektiv sein können, solltest du sie nicht zu oft machen, weil sie sehr anstrengend sind. Ein- bis zweimal täglich ist da schon sehr produktiv.  

Egal für welche Methoden du dich entscheidest, streiche immer alles Erledigte von deiner To-Do-Liste – das sorgt für ein gutes Gefühl und motiviert dich am Ball zu bleiben!

Zusammen ist man weniger allein – vernetze dich und halte Kontakt!

Gerade, wenn du neu in der Stadt bist, kann sich das Home-Studium sehr einsam anfühlen. Versuche daher dich schon zu Beginn mit deinen Kommilitonen zu vernetzen und achte auf einen regelmäßigen Austausch, schließlich sitzt ihr alle im selben Boot.

Schon vor Vorlesungsbeginn können Social Media eine erste Anlaufstelle sein, um Mitstudierende zu finden und kennenzulernen. Gibt es auf Facebook zum Beispiel eine Gruppe von deiner Hochschule, deinem Studiengang oder sogar deinem Jahrgang? Falls nicht kannst du natürlich auch proaktiv eine Gruppe gründen und so deine Studienkollegen schon einmal vorab kennenlernen. In solchen Gruppen findest du übrigens auch nützliche Informationen zur Mitbewohnersuche, Mitfahrgelegenheiten, Studentenpartys (sobald diese wieder möglich sind) und Tipps zum Hochschulangebot.

Viele Hochschulen haben auch ein spezielles Online-Angebot für Ersties. Hierzu erhältst du meistens einen Online-Zugang für ein Portal, in dem du Videos und andere Lehrmaterialien findest. Vielleicht finden auch virtuelle Kennenlernveranstaltungen statt – informiere dich am besten einfach auf der Webseite deiner Uni.

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Nehme wenn möglich live an den Vorlesungen teil und sehe dir nicht nur die Aufzeichnungen an! So kannst du deine Fragen direkt stellen, aktiv an Diskussionsrunden teilnehmen und hast gleich einen viel direkteren Kontakt zu deinen Dozenten und Mitstudierenden.

Aber auch abseits von Vorlesungen und Seminaren solltest du Kontakt zu deinen Kommilitonen halten. Bei einen lockeren Skype-Abend, in virtuellen Mittags- und Kaffeepausen oder in regelmäßigen Online-Lerngruppen könnt ihr euch austauschen, gegenseitig motivieren und helfen. Natürlich spricht auch nichts gegen ein persönliches Treffen, solange es die derzeitigen Abstandsregelungen erlauben.

Vergiss auch bei Online-Meetings die gute Etikette nicht! Konkret heißt das:

  • Sei pünktlich! Setze dich rechtzeitig an den Schreibtisch und stelle sicher, dass die Technik einwandfrei funktioniert, so dass die anderen nicht unnötig warten müssen.
  • Kein Multitasking! Auch wenn es verlockend ist, nebenbei die Notizen durchzugehen, E-Mails zu lesen oder die neuesten Fotos aus Instagram zu sichten – das ist nicht nur unhöflich, sondern auch extrem unproduktiv. So bekommst du am Ende nur die Hälfte von dem mit, was eigentlich besprochen wurde.
  • Lege bei Lerngruppen Rollen fest. Gerade bei größeren Online-Meetings kann es schnell passieren, dass alle durcheinander quatschen. Hier kann ein Moderator oder Koordinator helfen, dass alles geordneter abläuft. Auch ein Protokollant, der stichpunktartig die Ergebnisse für alle zusammenträgt und anschließend rumschickt, kann sinnvoll sein damit keine Ideen verloren gehen.

Studium vs. Leben – so behältst du den Überblick!

Besonders wenn du keine Präsenzveranstaltungen mehr hast und dich ausschließlich im Home-Studium befindest, besteht die Gefahr, dass die Grenzen zwischen Freizeit und Studium immer mehr verschwimmen. Schaffe dir daher klare Abgrenzungen zwischen Unialltag und Privatleben.

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Am besten gelingt dir das mit täglichen Ritualen und Routinen. Sie geben dir einen Rhythmus und helfen dir, dich daran zu halten. Hier ein paar Ideen:

  • Stehe jeden Tag zur selben Zeit auf und entwickle eine Morgenroutine mit der du dich in Ruhe auf das Lernen einstellen kannst:
    • Du bist morgens schon aktiv und voller Tatendrang? Wie wäre es, erst eine Runde zu joggen, zu duschen und dann eine Tasse Kaffee zu trinken und in Ruhe zu frühstücken bevor du dich an den Laptop setzt?
    • Oder magst du es lieber gemütlich? Dann gönne dir erst eine ausgiebige Dusche, mach dir einen Tee und lese ein paar Seiten in deinem Lieblingsbuch, bevor du dich zur virtuellen Vorlesung anmeldest.  

  • Mach dein Bett! Das hilft dir nicht nur dem Drang dich wieder ins Bett zu kuscheln zu widerstehen, sondern gibt dir auch ein erstes kleines Erfolgserlebnis, dass dich für den Rest des Tages motivieren kann – die erste Sache ist schließlich schon geschafft. ;)  

  • Zieh dich vernünftig an! Auch wenn es verlockend ist, den ganzen Tag in der Jogginghose zu chillen, wird es dir vermutlich schwerfallen fokussiert zu bleiben und zwischen „Arbeit“ und Freizeit zu unterscheiden. Wenn du dich aber anziehst, als würdest du zur Uni gehen, setzt du damit ein klares Signal, dass es jetzt Zeit ist, sich zu konzentrieren.  

  • Setze dir klare zeitliche Grenzen und definiere genau, wann dein Unitag anfängt und wann er endet. Respektiere diese Grenzen und überschreite sie nur in Ausnahmefällen, so dass du nicht in einen Rund-um-die-Uhr-Lernen-Strudel gerätst.  

  • Mache ausreichend Pausen und nutze diese bewusst! Wenn du den ganzen Tag am Laptop sitzt und versuchst konzentriert zuzuhören und zu lernen, musst du irgendwann auch mal abschalten. Nutze die Pausen bewussrt zur Erholung, indem du etwas tust, das dir hilft dich zu entspannen – ob du einen PowerNap einlegst, ein gutes Buch liest, mit einer Freundin telefonierst, oder zu deiner Lieblingsmusik tanzt.  

  • Gehe auch mal an die frische Luft! Das sorgt nicht nur für einen klaren Kopf, sondern verschafft dir auch noch ein bisschen Bewegung. Ein guter Ausgleich, wenn du sonst rund um die Uhr an deinem Schreibtisch sitzt.  

Mit diesen Tipps und ein wenig Routine wird das Studieren von Zuhause zum Kinderspiel! Vielleicht schaffst du es sogar für die kommenden Semester ein wenig vorzuarbeiten, die Hausarbeit zu schreiben, die du schon so lange vor dir herschiebst, mit der Recherche für deine Abschlussarbeit zu beginnen oder anderweitig von der gewonnenen Freizeit zu profitieren – schließlich bist du von einem Großteil der externen Ablenkungen befreit. ?

Fehlt dir noch ein passender Laptop, ein zweiter Bildschirm oder das entsprechende Zubehör, schau doch mal in unserem Shop vorbei!

 


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Unsere Tipps für das Arbeiten im Homeoffice

Weiterführende Informationen:

https://shribe.de/zuhause-studieren/

https://thesius.de/blog/articles/digitales-semester-tipps-online-studieren/

https://www.aiesec.de/blog/corona-uni-5-tipps-wie-du-im-home-studium-produktiv-bist

https://www.campusjaeger.de/karriereguide/studium/student-homeoffice#jobs

https://www.iubh-dualesstudium.de/aktuelle-meldung/tipps-fuers-studieren-zuhause/

Tags: Tipps

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